Grundsätzliches

Das spanische Gesundheitssystem ist im großen und ganzen als gut zu bezeichnen. Es unterscheidet sich in einigen Punkten aber wesentlich von dem deutschen System. Der größte Unterschied besteht wohl in der Finanzierung des Gesundheitswesens über Steuereinnahmen und nicht über Sozialversicherungsbeiträge wie in Deutschland. Mit den Steuern werden landesweit ca. 2.700 Gesundheitszentren unterhalten (ähnlich Ärztehäusern oder den ehemals ostdeutschen Polikliniken), die als erste Anlaufstelle im Krankheitsfalle dienen. Diese Gesundheitszentern sollen für alle Bürger innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Von den Ärzten wird man dann bei Bedarf weiter vermittelt an entsprechende Fachärzte. Dies ist ähnlich dem in Deutschland vorangetriebenen Ansatz, die Menschen zunächst einmal zum Hausarzt zu schicken.

In den centros mèdicos den Arztzentren Mallorcas kann man sich in der Regel auf Deutsch oder zumindest auf Englisch verständlich machen. Außerdem gibt es mittlerweile eine Reihe niedergelassener deutscher Ärzte und Zahnärzte auf Mallorca. Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert. Darüber sollten Sie sich von Ihrer Krankenkasse vor der Reise beraten lassen.

Deutsche Ärzte auf Mallorca

Die Nutzung der Gesundheitszentren ist grundsätzlich kostenlos, Touristen sollten jedoch einen europäischen Gesundheitspass (auch EHIC genannt) mitführen. Dennoch ist eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert ( jedoch inzwischen nicht mehr notwendig wie es früher einmal der Fall war), um im Notfall auch in das Heimatland transportiert zu werden. Viele deutsche Urlauber oder Auswanderer ziehen es dennoch vor, lieber zu einem der zahlreichen deutschen Ärzte in Spanien (Mallorca) zu gehen. Auch auf Mallorca finden sie viele deutsche Ärzte, darunter auch Zahnärzte. Oftmals ist die Behandlung dort weitaus kostspieliger. Vorteilhaft ist aber die bessere Kommunikation, wenn man kein Spanisch spricht.

Medikamente bekommt man in der Regel auch ohne Verschreibung ( lesen Sie dazu auch: Apotheken auf Mallorca). Sie sind in Spanien preisgünstiger, die Zuzahlung beträgt allerdings 40%. Für Rentner entfällt diese und chronische Kranke müssen nur ein Zehntel zuzahlen.

Krankenhäuser auf Mallorca

Problematischer ist die Versorgungslage, wenn man in einem der etwa 800 Krankenhäuser in Spanien eine Operation durchführen lassen will. Im Durchschnitt muss man auf einen Termin und ein Krankenhausbett 80 Tage warten. Zudem fehlt es an Ärzten im Krankenhausdienst. Um schneller in ein Hospital zu gelangen nutzen viele Spanier den Weg über eine Notaufnahme. Eine Notfallbehandlung muss in der Regel schneller durchgeführt werden.

Zahnärzte auf Mallorca

Da in diesem staalichen Versorgungssystem Zahnbehandlungen auf das Ziehen von Zähnen beschränkt sind, ist es dringend zu empfehlen eine Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen abzuschließen. Auch um die langen Wartelisten in den Krankenhäusern zu umgehen, empfehlen sich Zusatzpolicen, mit denen man Privatärzte in Anspruch nehmen kann.

Wir arbeiten gerade an einer Datenbank mit Adressen für Sie. Bitte haben sie hierzu noch etwas Geduld.

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