Regierung verdoppelt die Tourismus-Steuer

Es ist eine extrem wichtige Steuer für Mallorca, denn durch sie soll sich Mallorca angeblich von Umweltschäden befreien, die durch die Massen an Urlaubern ausgelöst werden.
Der Großteil der erwarteten Einnahmen in Höhe von 120 Millionen Euro soll deshalb in nachhaltige Projekte fließen, um das natürliche und historische Erbe der Inseln zu schützen.

„Die Einnahmen des ersten halben Jahres (Juli bis Dezember 2016) von 30 Millionen Euro haben bereits die Finanzierung von insgesamt 46 Projekten ermöglicht“, sagte Tourismusminister Biel Barceló.

Mallorca-Urlaub wird teurer

Je nach Qualität der Unterkunft müssen Gäste ab kommendem Jahr pro Tag und Person zwischen einem und vier Euro zahlen, in der Nebensaison wird die Abgabe, wie bisher, halbiert. Wer also zu Zweit nächstes Jahr für eine Woche nach Mallorca fliegt, zahlt dann bis zu 56 Euro mehr für den Aufenthalt.
„Kinder unter 16 Jahren sind nach wie vor von der Zahlung der Steuer ausgenommen“, so Barceló.
Dafür werden Kreuzfahrttouristen künftig zur Kasse gebeten, unabhängig von der Dauer, die sie im Hafen verbringen.

Preisanstieg auch in den Hotels spürbar

Neue Hotels sowie Häuser, die in den letzten Jahren viel Geld in Renovierungsmaßnahmen und eine Verbesserung des Services gesteckt haben, dürfen ihre Preise demnach um ein Zehntel erhöhen. Doch auch unsanierte und weniger hochwertige Häuser, die rund 40 Prozent aller Hotels auf Mallorca ausmachen, können ab dem kommenden Jahr drei bis vier Prozent mehr von ihren Gästen verlangen. Laut Hoteliers-Verband FEHM ist dies die Konsequenz der Abkehr Mallorcas vom Billigtourismus. Doch auch die anhaltend hohe Nachfrage nach Hotelbetten scheint ihren Teil dazu beizutragen. So erklärt FEHM laut dem Bericht der UH, dass die Veranstalter ganz genau wüssten, dass sie Reisen auf die Insel teurer verkaufen können.

Denn obwohl Krisen in anderen Urlaubsländern wie Ägypten oder der Türkei die Hotelpreise in Spanien und vor allem auf den Balearen förmlich haben explodieren lassen, verzeichnet das Land in fast allen Regionen Rekordzahlen bei den Touristen. Den größten Zuwachs in 2017 konnten laut dem Branchenmagazin Gloobi bisher die Hauptstadt Madrid sowie die Region Valencia verbuchen (+19 Prozent). Auf die Balearen kamen neun Prozent mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum.

 

 

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