Mallorca wird teurer

In den letzten Jahren konnte man auf Mallorca eine Preisexplosion erleben. Das Ziel war es, Mallorca sauber zu bekommen. Ja Sie haben richtig gelesen! Man ist davon ausgegangen, dass wenn man die Preise anhebt „unerwünschte“ Urlauber mit kleinen Geldbeuteln einen anderen Urlaubsort wählen.

Selbstverständlich wird man ihnen das nicht ins Gesicht sagen aber man hatte in den vergangenen Jahren mit zu vielen Urlaubern zu kämpfen, die alle Einheimischen und die Insel selbst an ihre Grenzen brachten.

Der Schuss ging allerdings nach hinten los, denn das Partyvolk aus aller Welt bucht nunmehr Kurzreisen für ein Wochenende. „Junge Menschen aus aller Welt buchen die billigsten Absteigen lediglich zum schlafen und verbringen den Rest ihres Aufenthaltes damit, sich besinnungslos zu betrinken und fallen zudem noch unangenehm mit Gewalttaten auf“ sagte uns ein Mitarbeiter eines Reisebüros.

Die wirklichen Touristen, die Mallorca erleben wollen und respektvoll mit der Natur Mallorcas umgehen, bleiben der Insel fern, denn wo man im letzen Jahr für 4 Sterne  pro Person mit ca.  1200 € rechnen konnte, werden jetzt im Durchschnitt über 1000 € mehr fällig.

Selbstverständlich lassen wir diese Aussage so nicht stehen und möchten betonen, dass die Gewalttaten eher einen ganz kleinen Teil betreffen und es ist ebenfalls nur ein kleiner Teil, der unangnehm auffällt. Singende Menschen am Ballermann gehören für uns einfach zu diesem Strand dazu und haben Mallorca ein Stück weit mehr bekannt gemacht.

Auch wir durften das erleben und ein Urlaub mit 3 Kindern, für 10 Tage All Inclusive ist mit knapp 6000 € einfach nicht mehr denkbar.

TUI nennt für die Balearen eine Preissteigerung von drei Prozent. Das rächt sich: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Urlaubsbuchungen um insgesamt zehn Prozent zurück gegangen laut Mallorcas Hotelierverband FEHM. Auch Billigflieger starten nicht mehr so preiswert wie früher, meldet das „Mallorca Magazin“.

Das geht zu weit denken sich viele und bleiben der Insel fern. Sehr zum Leidtragen der dortigen Angestellten, denn man erwartet in den kommenden Jahren einen Rückgang der „guten“ Besucherzahlen und somit auch weniger Jobs.

Mallorca liegt hinter Bulgarien

Jahrzentelang war die Insel der Balearen das Urlaubsziel schlechthin für Deutsche und landete bei Vergleichen immer in den oberen Rängen. Doch schon in diesem Jahr verliert die Insel ihre Ränge an andere Urlaubsziele. Testsieger ist in der Kategorie „Gastronomie“ das bulgarische Slantschew Brjag („Sonnenstrand“), dass eigentlich am Schwarzen Meer liegt, wo man aber bereits mit durchschnittlich 41 Euro durch den Tag kommt, wie es in der Studie heißt. Im Vergleich dazu muss man auf der balearischen Insel etwa 90 Euro aufbringen. Die Flasche Bier kostet am bulgarischen Sonnenstrand beispielsweise nur 83 Cent, das Familienessen lediglich 33,21 Euro.

Der Studie liegen Angaben der Touristenbüros aus je einer Gemeinde der jeweiligen Mittelmeer-Destination zugrunde, berichtet mallorcamagazin.com. Im Fall von Mallorca stammen die Daten aus Palmanova. Demnach kostet dort eine Tasse Kaffee im Schnitt 1,81 Euro, eine Flasche Bier 1,96 Euro, ein Essen im Restaurant für eine vierköpfige Familie 72 Euro – hier ist Mallorca deutlich teurer als alle besser platzierten Destinationen. Eine kleine Pizza kostet im Schnitt 7,27 Euro, eine Portion Pommes 2,49 Euro, ein Glas Wein 1,74 Euro.

Auch die Preise für Strandprodukte waren Teil der Vergleichsstudie. In Palmanova betragen die Kosten für ein Strandhandtuch 5,19 Euro, für eine Tube Sonnencreme 8,31 Euro und eine Strandliege für einen halben Tag 4,15 Euro. In dieser Kategorie liegt mit Kosten von 69,82 Euro die Costa del Sol an der Spitze (Mallorca: 87,80 Euro).

Quelle: https://mallorcamagazin.com

 

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