Trachinus draco

Die Petermännchen (Trachinus draco) sind eine Familie von Fischen aus der Ordnung der Barschartigen (Perciformes), die überwiegend im östlichen Atlantik, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer verbreitet sind.

„Aha! Und warum erzzählt Ihr mir das jetzt?“

Dieser Fisch kommt auf Mallorca vor und das Wichtigste:

Er ist giftig!

Woher kommt der Name

Der Name „Petermännchen“ soll von seinem niederländischen Namen „pieterman“ abstammen und wird damit erklärt, dass holländische Fischer gefangene Exemplare wegen der Gefährlichkeit der Stacheln meist wieder ins Meer zurückgeworfen und sie dabei als Opfergabe ihrem Schutzheiligen Petrus geweiht hätten.

Die Fakten

Der unscheinbare Fisch verfügt über giftige Stachel an der Rückenflosse und den Kiemendeckeln. Das Petermännchen gilt sogar als der giftigste Fisch Europas. Wenn man von ihm gestochen wird, hinterlässt das eine schmerzende Wunde bis hin zu einem allergischen Schock.

Die Tiere leben im gesamten Mittelmeer-Raum. Sie gehören zu den Barschfischen und werden zwischen 15 und 50 Zentimeter lang. Sie graben sich tagsüber im Uferbereich in den Sand ein und sind dort perfekt getarnt. Badende können die Tiere dann kaum noch wahrnehmen.

Was geschieht, wenn man gestochen wird

Tritt man auf ein Petermännchen, spürt man einen stechenden Schmerz. „Das Problem ist das Gift des Fisches, weniger die Wunde, die durch den Stich entsteht“, sagt Internist Prof. Dr. Andreas Dietz vom Centro Médico in Palma. Er rät, die Wunde zu desinfizieren und Stachelreste zu entfernen, wenn diese stecken geblieben sind. Ärztlicher Rat sollte eingeholt werden, wenn die Wunde stark blutet sowie wenn das Gewebe rund um die Verletzung innerhalb von 30 Minuten stark anschwillt und sich rötet. Dann reagiere der Körper massiv auf das Gift. „Man sollte das nicht verharmlosen“, betont Dietz, „und auf keinen Fall warten, bis erst Übelkeit oder Kreislaufschwäche eintreten.“ Ein Arzt verabreiche in der Regel ein Kreislaufmittel, um den Patienten zu stabilisieren. Auch warme Umschläge helfen, da das Toxin des Petermännchens hitzeempfindlich ist.

Bei einer heftigen allergischen Reaktion drohe Herzstillstand. Doch Dietz warnt vor Panikmache: „Die Verletzung ist durch lokale Maßnahmen gut zu therapieren.“ Meist klingen die Beschwerden nach einigen Stunden wieder ab. Es sei dramatischer, in einen Schwarm Quallen zu geraten. Ihm sei von der Insel kein Todesfall durch den Stich eines Petermännchens bekannt.

Schutz ist möglich: Badeschuhe sollten benutzt werden. Zudem sollten Angler Handschuhe tragen, um die zappelnden Fische aus dem Netz oder von der Angel zu holen. Auch Tauchern rät die Informationszentrale gegen Vergiftungen aus Bonn Abstand zum Petermännchen zu halten.

Auf dem Markt werden Petermännchen verkauft, auf Katalanisch heißen sie Peix Aranya (Spinnen-Fisch). Ihr Fleisch ist weiß und fest. Die Giftstacheln werden entfernt, wenn die Tiere in den Handel kommen. Auf Mallorca wird daraus typischerweise Fischsuppe zubereitet.

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