Pferdekutschen (Galeras) auf Mallorca sind ein NO-GO!

Wenn Sie schon einmal auf Mallorca waren sind ihnen sicherlich auch schon die Galeras (Pferdekutschen) aufgefallen. Sicherlich fragen sich hier viele auch ob das nicht ein Fall  für den Tierschutz ist und die Antwort ist ganz klar: JA! Die Tiere wirken nicht nur abgemagert, sie sind es auch und sie schwitzen nicht weil es normal ist, sondern weil die Tiere an ihrem Limit sind.  Es gibt aber leider immer wieder Menschen, die das  Angebot der Galeras wahrnehmen und somit die Nachfrage fördern- zu Leidtragen der armen Tiere.

Der Reihe nach

Der Kutscher deutet auf die Kathedrale, seine Fahrgäste zücken die Fotoapparate und knipsen das Bauwerk. Vor dem Hauptportal ist die Fahrt zu Ende. Nachdem die Urlauber ausgestiegen sind, lenkt der Mann seine Kutsche in den Schatten des Gotteshauses, wo auch seine Kollegen warten. Immer wieder es gibt Diskussionen, Streit und Proteste gegen die „Galeras“, wie sie auf Mallorca genannt werden. Tierschützer beklagen den Zustand der Tiere, das Rathaus wollte härter durchgreifen. Doch geändert hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel.

Im Sommer 2015 demonstrierten Tierschützer mehrmals auf dem Borne gegen die Kutschen. Die rot-grüne Stadtregierung, damals frisch im Amt, kündigte eine Reihe von Maßnahmen an. Die Pferde sollten stärker kontrolliert werden, die Kutschen sollten einen Stellplatz mit mehr Schatten bekommen, die Lizenzen nicht verlängert werden. Sogar den Einsatz von Elektrokutschen stellte die Stadträtin für Tierwohl, Neus Truyol, zur Diskussion. Von einem Verbot der Kutschen, wie es im vergangenen Jahr in Capdepera umgesetzt wurde, war und ist Palma weit entfernt.

Laut Aussage der Stadt sind derzeit 28 Kutschen und 61 Pferde auf den Straßen von Palma unterwegs. 15 „Galeras“ stehen an der Kathedrale, acht auf der Calle Conquistador und fünf an der Playa de Palma. Der Kutschen-TÜV, bei dem die Gefährte überprüft werden, ist bereits absolviert. „Ab Mitte der Saison wird verstärkt die berittene Polizei kontrollieren“, so ein städtischer Pressesprecher: zum Beispiel, dass die Vierbeiner nur acht Stunden am Tag im Dienst sind. Auch einen Beschluss über einen neuen schattigen Kutschenstand gibt es noch nicht. Zur Diskussion steht die Alte Mole.

Sehr emotional reagiert Tierschützerin Nancy Holten aus der Schweiz beim Anblick der Pferde. „Der leere, resignierte Blick der Tiere macht mich traurig“, sagt die 43-Jährige. Allerdings finde sie, dass sich der Zustand der Tiere verbessert habe: „Vor ein paar Jahren war es noch extremer“, sagt die gebürtige Holländerin, die mit ihrem Einsatz für den Tierschutz schon für manche Schlagzeile gesorgt hat.

Nancy Holten startete im sozialen Netzwerk Facebook und der Videoplattform Youtube eine Sensibilisierungskampagne: „Ich rufe dazu auf, die Kutschen nicht mehr zu nutzen und die Kutscher anzusprechen.“ Allerdings habe sie eher unangenehme Erfahrungen mit den Männern gemacht: „Sie haben mich weggejagt und als Verrückte beschimpft.“

 

Wir möchten Frau Holten dabei unterstützen und hoffen dich auf das Problem aufmerksam gemacht zu haben. Es ist nicht verrückt zu denken, dass die Tiere leiden, sondern eine Tatsache!

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