Tourismus -Mallorca ist zu voll

Seit ein paar Jahren hat Mallorca ein Problem: Touristen! In den letzten Jahren sind die Zahlen drastisch gestiegen, was nicht nur die Einheimischen extrem nervt, es hat auch Auswirkungen auf die Umwelt der Insel. Die vielen Konflikte im nahen Osten führen dazu, dass sich Urlauber andere Ziele aussuchen. Die Folge sind überfüllte Strände,  mehr Menschen die Müll produzieren und die Umwelt stark belasten und viele mehr.

 

 

Zu wenig Wasser und zu viele Touristen

Immer mehr Bürgermeister sorgen sich um knapp werdende Wasser-Ressourcen. Die Kläranlagen arbeiten am Anschlag und stinken mancherorts zum Himmel. An manchen Tagen starten oder landen mehr als 40 Prozent aller Flüge mit Verspätung. Sogar Palmas Hafen wird an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gebracht. Nichtverderbliche Güter vom Festland treffen teils erst nach drei Wochen ein – was so manchem Unternehmer die Geschäfte erschwert.

Am lautesten klagen Palmas Altstadtbewohner – und mitunter auch die lokalen Medien – derzeit über die Unmengen an Kreuzfahrttouristen, von denen zu Stoßzeiten bis zu 22.000 in die Innenstadt strömen. Sie seien nicht nur ein Ärgernis in den engen Gassen, sondern hätten den historischen Stadtkern längst in ein Museum verwandelt, wo sich Souvenirläden und Eisdielen aneinanderreihten. Das „wahre Leben“ finde keinen Platz, so die Kritik. Eine Statistik der Hafenbehörde besagt jedoch, dass in dieser Saison bis Juli vier Prozent weniger Kreuzfahrtschiffe in Palma Halt machten als im Vorjahr.

Warnungen, dass sogar die Urlauber die Massen allmählich unerträglich finden und der Insel den Rücken kehren könnten, scheinen bisher weitgehend unbegründet. „Wir haben es in vollen Zügen genossen und kommen bestimmt wieder“, sagt Familie Engel aus der Nähe von Düsseldorf, als sie nach einer Woche in Can Picafort den Heimflug antritt. „Man muss nur früh genug am Strand sein, dann bekommt man auch einen Platz.“

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