„Massage, Massage“, hallt es über die Strände Mallorcas. An einem langen Badetag mag es nerven, immer wieder ungefragt angesprochen zu werden, zum Testen ist es praktisch: Zehn Euro verlangen Shira und Li für eine Massage im Nacken- und Rückenbereich, 20 Euro für eine Ganzkörperbehandlung.  Die Kommunikation mit den Damen ist eher schwierig, da sie kaum englisch sprechen. Die meisten von ihnen haben allerdings auch keine Erlaubnis, Touristen am Strand zu massieren, wie die balearische Landesregierung bekannt gegeben hat. Somit ist auch nicht sichergestellt, ob diese ihr Handwerk wirklich verstehen.

Die Massagen am Strand kosten zwar nur wenig Geld. Allerdings bringen genau diese Entspannungssitzungen nicht zu unterschätzende Gesundheitsrisiken mit sich: Experten zufolge können Massagen, die von ungeschulten Personen ausgeführt werden, zu Muskel- und Gelenkverletzungen führen. Außerdem sei das Equipment oft unhygienisch. Zudem haben wir immer wieder beobachtet, dass die Damen sich nach den Massagen nicht die Hände gewaschen hatten, nachdem sie die Füße so mancher Personen massierten. Die Anzahl der ungelernten Masseurinnen steigt auf Mallorca stetig an: Hunderte von Anzeigen gegen sie nimmt die Polizei jedes Jahr auf.

In Palma de Mallorca gibt es schon seit längerer Zeit die Möglichkeit für ausgebildete Physiotherapeuten eine Lizenz für Massagen am Strand zu bekommen. Bisher hat davon aber noch kein Physiotherapeut Gebrauch gemacht.

Bedenken Sie bevor Sie eine Masseuse zu sich heranwinken, dass es im Falle von körperlichen Schäden durch die Massage, keine öffentliche Stelle gibt, bei der Sie sich beschweren können und von der Sie gegebenenfalls Schadensersatz verlangen können. Zudem können Sie sich nicht sicher sein, dass die entsprechenden Personen die Hygienevorschriften einhalten. Unser Tipp: Lassen Sie sich nur von einem zugelassenen Physiotherapeuten massieren.

 

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